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Gruppenbasierte Sturzprävention – gemeinsam bewegen

Uliana Poloz
Uliana Poloz

Stürze gehören zu den häufigsten Risiken im Pflegealltag – und gleichzeitig zu den am schwierigsten vorhersehbaren. In vielen Einrichtungen findet Sturzprävention deshalb punktuell statt: als Einzelmaßnahme, als Projekt oder als zusätzliches Angebot, das im Alltag oft unter Zeitdruck gerät. Genau hier setzt gruppenbasierte Sturzprävention an.

Gruppenangebote ermöglichen es, Bewegung regelmäßig in den Alltag zu integrieren, ohne zusätzlichen organisatorischen Aufwand. Sie schaffen Struktur, fördern Motivation und machen Veränderungen der Mobilität sichtbar – oft früher, als es im Einzelkontakt möglich wäre. Für Pflegefachkräfte und den Sozialen Dienst sind sie damit ein zentrales Instrument, um Prävention wirksam und alltagstauglich umzusetzen.

Praxisstimme von der CareXFastival in Minden

Auf der Messe CareXFastival in Minden wurde deutlich, welche Anforderungen Fachkräfte an zeitgemäße Sturzprävention stellen – insbesondere im gruppenbasierten Setting. In vielen Gesprächen zeigte sich dabei, wo im Alltag die größten Herausforderungen liegen und warum objektive Daten eine zentrale Rolle spielen.

Diese Perspektive bringt auch ein Ergotherapeut in einem Beitrag von WDR Köln auf den Punkt:

„Sehr hilfreich, gerade in unserem Bereich der Ergotherapie, ist, dass man Messwerte hat. Bisher ist die Einschätzung des Sturzrisikos oft subjektiv. Eine KI-gestützte Analyse kann das gesamte Gangbild erfassen, Asymmetrien deutlich genauer erkennen und Veränderungen zahlenbasiert sichtbar machen.“

Diese Perspektive teilen viele Einrichtungen, die gruppenbasierte Bewegungsangebote weiterentwickeln möchten. Gefragt sind Instrumente, die Bewegungsabläufe objektiv erfassbar machen und Veränderungen frühzeitig sichtbar werden lassen. Digitale Lösungen wie die LINDERA App können dabei unterstützen, ohne den Fokus von der gemeinsamen Bewegung abzulenken.

 

Entlastung im Alltag, Mehrwert für die Prävention

Gerade im Gruppensetting zeigt sich der Mehrwert digital unterstützter Sturzprävention. Pflegefachkräfte und Mitarbeitende im Sozialen Dienst erhalten eine zusätzliche Orientierung: Wer kommt gut mit? Bei wem verändern sich Bewegungsabläufe? Wo braucht es Anpassungen?

Genau hier setzt LINDERA an. Die Lösung ist nicht als zusätzliches Dokumentationsinstrument gedacht, sondern als Unterstützung für bewegungsbasierte Angebote im Alltag – auch im Gruppensetting. Statt Pflegefachkräfte oder therapeutische Fachkräfte zu ersetzen, ergänzt sie deren Beobachtung durch objektive Bewegungsdaten und schafft so eine gemeinsame Grundlage für Einschätzung und Austausch.

Gruppenbasierte Sturzprävention wird so zu mehr als einem Bewegungsangebot. Sie wird zu einem Beobachtungsraum, in dem Mobilität, Motivation und Teilhabe zusammenkommen – und in der Prävention kontinuierlich stattfindet, nicht nur punktuell.

Ausblick: von der Gruppe zum strukturierten Präventionskonzept

Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen: Gruppenbasierte Sturzprävention funktioniert dann besonders gut, wenn sie nicht als Einzelmaßnahme gedacht wird, sondern als Teil eines größeren Konzepts. Wie lassen sich Gruppenangebote langfristig im Pflegeprozess verankern? Welche Rolle spielen objektive Bewegungsdaten dabei? Und wie kann Prävention trotz knapper Ressourcen verstetigt werden?

Diesen Fragen widmen wir uns in den kommenden Beiträgen unserer Blogserie. Wir schauen genauer auf Praxisbeispiele, auf die Rolle digitaler Bewegungsanalyse und auf die Frage, wie Prävention messbar und evaluierbar wird.

Call-to-Action:
Wenn Sie sich mit gruppenbasierter Sturzprävention in Ihrer Einrichtung beschäftigen oder bereits erste Erfahrungen gesammelt haben, kommen Sie gern mit uns ins Gespräch. Gemeinsam entwickeln wir Ansätze, die sich im Pflegealltag bewähren – Schritt für Schritt.

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